Der 32. Vers der Sure An-Nur beginnt mit dem Befehl, zu verheiraten. Wenn wir den Koran betrachten, finden wir keinen Befehl wie „Heiratet!“. Deshalb ist die Ehe keine individuelle Pflicht (Fard Ayn). Ihr müsst also nicht heiraten. Doch Allah überträgt hier zunächst den Vormündern und anschließend auch der Gesellschaft die Aufgabe, Menschen zu verheiraten. Denn eine Ehe ist tatsächlich nichts, was eine Frau und ein Mann ganz allein so leicht bewältigen können. Sie hat auch eine gesellschaftliche Dimension. Familien und die Gesellschaft sind daran beteiligt.
Da dies auch materielle Verpflichtungen mit sich bringt, sagt Allah der Erhabene zunächst zu den Vormündern und falls sie ihrer Aufgabe nicht nachkommen oder Hindernisse schaffen, dann zur Gesellschaft: „Verheiratet diejenigen unter euch, die unverheiratet sind.“ Was bedeutet das? Unterstützt sie, ebnet ihnen den Weg. Wie? Helft ihnen dabei, einen passenden Ehepartner zu finden, und unterstützt sie finanziell. Wenn sie sogar finanzielle Schwierigkeiten haben, tritt Allah persönlich als Garant auf. Er sagt: Wenn sie zueinander passen, sollen sie sich um nichts anderes sorgen. “اِنْ يَكُونُوا فُقَرَٓا “ Wenn sie arm sind, also sich finanziell noch nicht bereit für die Ehe fühlen, dann sollen sie sich trotzdem keine Sorgen machen.
يُغْنِهِمُ اللّٰهُ مِنْ فَضْلِه۪ۜ “„Allah wird sie aus Seiner Huld heraus versorgen, ihre Not beseitigen und sie unabhängig von anderen machen.“ Mit anderen Worten: „Ich stehe hinter euch“, sagt Allah. „Ihr müsst nur zueinander passen.“





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