Wenn der Koran sagt: „Nutzt ihr eurer Wissen nicht?“ , ist damit das im Unterbewusstsein angesammelte Wissen gemeint?
Zweifellos ist damit das im Unterbewusstsein angesammelte Wissen gemeint. Schaut: Ein Mensch hat bei seiner Geburt kein Wissen, aber die Fähigkeit, Wissen zu erwerben. Das nennt Allah „Seele“; also die Fähigkeit, die durch Sehen und Hören gewonnenen Informationen zu verarbeiten. Und von Geburt an beginnt er, die Natur zu lesen. Nach einer Zeit beginnt er, seine Umgebung zu verstehen. Und wenn er dann auf die von Allah offenbarten Verse trifft, liest er auch diese. Daher ist jeder entsprechend seinem Wissen verantwortlich.
Zum Beispiel: Die Gesellschaft von Ibrahim war führend im Götzendienst. Als Ibrahim zu ihnen sprach, sagte er: اَفَلَا تَتَذَكَّرُونَ. Das heißt, nachdem er gesagt hatte: „Dient niemandem außer Allah“, sagte er erneut: اَفَلَا تَتَذَكَّرُونَ, also: „Indem ihr die Natur beobachtet, durch die Erkenntnisse, die ihr gewonnen habt, wisst ihr sehr gut, dass diese Götzen keine Gottheiten sein können – benutzt doch euren Verstand!“, sagt er. Deshalb sind dies die von Allah in der Natur offenbarten Zeichen.
Denn auch diese sind Verse Allahs – die Zeichen in der Natur. Wenn jemand diese liest und dann im Koran wiederfindet sagt er: „Genau das ist es!“ Und erkennt durch seine Beobachtungen, dass der Koran Allahs Buch ist, und gelangt zu einer festen Überzeugung. Außerdem nennt Allah alle gesandten Bücher „Dhikr“. Daher kann der Mensch auch aus ihnen Wissen erlangen. Dieses Wissen aus den offenbarten Büchern heißt „Dhikr“ – also Wissen, das im Gedächtnis bleiben und nicht vergessen werden soll. Aber nicht nur das: Auch das aus der Natur gewonnene Wissen gehört dazu.





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