Islam und Koran

Warum empfiehlt Allah die Heirat?

Allah hat die Frau und den Mann als Ehepartner füreinander erschaffen. Das bedeutet, dass es für jeden, der die Möglichkeit dazu hat, am besten ist, entsprechend seiner Schöpfung und in größtmöglicher Übereinstimmung mit seiner natürlichen Veranlagung, der Fitra, als Paar zu leben. Deshalb ist es für den Menschen wichtig zu heiraten, damit er entsprechend den Geboten und Verboten Allahs leben und seine materiellen und geistigen Bedürfnisse im Einklang mit den Geboten und Verboten Allahs erfüllen kann. Auch im Koran wird die Ehe empfohlen, damit sowohl die Frau als auch der Mann ihre Keuschheit bewahren können.

Und Allah, der Erhabene, empfiehlt ebenfalls im Koran, all diejenigen zu verheiraten, für die es möglich ist. Ich möchte hierzu die Verse 32 und 33 der Sure An-Nur vorlesen. Beginnen wir mit Vers 32: „Verheiratet die Unverheirateten unter euch sowie die rechtschaffenen männlichen und weiblichen Sklaven unter euch. Wenn sie arm sind, wird Allah sie durch Seine Gunst von ihrer Bedürftigkeit befreien. Allah ist allumfassend und allwissend“, sagt Allah in diesem edlen Vers. Das Erste, worauf ich hier aufmerksam machen möchte, ist, dass wir „die Unverheirateten unter euch“ übersetzen, während es in vielen Koranübersetzungen eigentlich mit „Verheiratet die Ledigen unter euch“ übersetzt wird. Zu den „Ledigen“ werden dem Verständnis nach jedoch meistens Menschen, die bereits einmal verheiratet waren und geschieden wurden oder ihren Ehepartner verloren haben, nicht gezählt. Deshalb muss man sagen, dass die richtige Übersetzung „die Unverheirateten“ lautet. Das heißt, unabhängig davon, ob jemand ledig, geschieden oder verwitwet ist; wir verstehen daraus, dass es eine empfohlene Aufgabe der anderen Gläubigen ist, diesen Menschen zur Ehe zu verhelfen. Dann sagt Allah, der Erhabene, auch in Vers 33: „Diejenigen von den oben genannten Personen, ob frei oder versklavt, die keine Möglichkeit zur Heirat finden, sollen ihre Keuschheit bewahren, bis Allah sie durch Seine Gunst von ihrer Bedürftigkeit befreit.“ Daraus können wir, wie bereits erwähnt, schließen, dass der Mensch durch die Ehe seine Keuschheit bewahrt.

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