Islam und Koran

Werden Menschen, die bei Naturkatastrophen ums Leben kommen, als Märtyrer (Schahîd) betrachtet?

In einigen Hadithen wird erwähnt, dass Muslime, die durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, Brände oder Überschwemmungen sowie durch schwere Krankheiten sterben, rechtlich als Märtyrer (Schahîd) gelten sollen. Gibt es dazu eine Erklärung im Koran?

Im Koran bezeichnet Allah der Erhabene ausschließlich diejenigen als Märtyrer, die auf Allahs Weg getötet werden. وَلَا تَقُولُوا لِمَنْ يُقْتَلُ ف۪ي سَب۪يلِ اللّٰهِ اَمْوَاتٌ „Und sagt nicht von denen, die auf Allahs Weg getötet werden, sie seien tot.“
Doch überlässt man es der Überlieferung (Tradition), dann bleibt fast niemand übrig, den man nicht zum Märtyrer erklärt hätte.

Uns interessiert, was Allah sagt – nicht, was dieser oder jener sagt. Leider wurden dem Gesandten Allahs auch viele Hadithe zugeschrieben. Viele falsche und unzutreffende Aussagen wurden so dargestellt, als hätte der Gesandte Allahs sie gesagt. Das einzige Buch, an dessen Authentizität wir keinen Zweifel haben, ist der Koran.

Auch Muhammad war verpflichtet, sich ausschließlich an den Koran zu halten. Zum Beispiel sagt Allah der Erhabene in Sure al-Anʿām, Vers 106, zu Muhammad:
„Folge dem, was dir von deinem Herrn offenbart wird.“
Das ist alles. „Es gibt keinen Gott außer Ihm, und wende dich von den Götzendienern ab!“
Kümmere dich nicht um jene, die Allah an die zweite Stelle setzen und andere vorziehen.

Was Allah sagt, gilt. Nach dem Buch Allahs werden ausschließlich diejenigen als Märtyrer bezeichnet, die auf Allahs Weg getötet wurden – niemand sonst.

Kommentar hinzufügen

Unsere Instagram Seite