Islam und Koran

Was bedeutet „faǧr-i kāẓib“ (falsche Morgendämmerung) im Kalender der Süleymaniye-Stiftung?

Was bedeutet „faǧr-i kāib“ (falsche Morgendämmerung) im Kalender der Süleymaniye-Stiftung? Was soll zu dieser Zeit getan werden, dass es im Kalender vermerkt ist?

Faǧr-i kāẓib ist die Zeit, in der die ersten Morgenlichter am östlichen Horizont erscheinen. Nach einer Weile breiten sich diese Lichter über den Horizont in Form einer großen Kuppel aus. Die Menschen könnten nun fälschlicherweise denken, dass die Zeit des Morgengebets begonnen hat und dass man mit dem Fasten beginnen sollte. Weil es täuschen kann, wird es „kāẓib“, also falsche Morgendämmerung, genannt. Danach erscheint das „faǧr-i ṣādiq“ (echte Morgendämmerung). Dieses zeigt sich am östlichen Horizont als eine Linie entlang der Erde. Es sieht aus wie eine schwarze Linie, dort wo Himmel und Erde zusammentreffen. Darüber bildet sich eine weiße Linie, die sich entlang des östlichen Horizonts erstreckt.

Dies ist die Zeit, zu der man mit dem Fasten beginnt. Während der faǧr-i kāẓib nehmen die Menschen noch das Sahūr-Mahl ein, da ihr Körper bereits erwacht ist. Wenn man zu dieser Zeit isst, verspürt man bis zum Abend keine Probleme. Wird vorher gegessen, also vor dem faǧr-i kāẓib, kann es sehr unangenehm werden. Der Körper befindet sich im Ruhemodus. Sobald Sonnenstrahlen erscheinen, wird der Körper warm, die Natur erwacht, und allmählich beginnen die Prozesse. Wenn am östlichen Horizont eine schwarze Linie über der Erde sichtbar ist und darüber entlang des Horizonts eine parallele weiße Linie erscheint, dann hört man mit Essen und Trinken auf und beginnt mit dem Fasten. Gleichzeitig ist dies auch die Zeit des Morgengebets.

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