Handel Zinsen

Hausfinanzierung auf Zinsbasis

Frage:

Wurden Zinsen aus dem Grunde verboten, dass sie Unterdrückungsmittel darstellen, oder wurden sie lediglich als eine Art der Prüfung untersagt? Beispielsweise nehmen die Menschen hier in Europa Kredite von der Bank auf, wenn sie ein Haus kaufen wollen, und zwar natürlich mit Zinsen. Ich möchte Ihnen diesen Fall anhand eines Modells darlegen:

Angenommen, Person A hat ein Haus gefunden, das ihm gefällt. Dieses Haus kostet 300.000 Euro. A geht zur Bank, nimmt Schulden in Höhe des Hauspreises auf und lässt sich einen Abzahlungsplan mit einer Laufzeit von 20 Jahren erstellen. Er zahlt die Schulden samt Zinsen in monatlichen Raten von 600 Euro ab. Das gekaufte Haus besteht aus zwei Wohnungen. In einem dieser zwei Wohnungen wohnt ein Mieter, der 600 Euro Miete zahlt. Das heißt also, dass A seine Schuld bei der Bank mit dem Geld abbezahlt, das er vom Mieter einnimmt. 20 Jahre später wird er zum Hauseigentümer, ohne Geld aus eigener Tasche gezahlt zu haben. Und da er bei der Bank verschuldet ist, zahlt er weniger Einkommenssteuern als üblich. Also scheint dieser Mensch, der Schulden aufnimmt, aus jeder Hinsicht im Vorteil zu sein.

Ist dieser Fall dennoch als ein Zinsfall anzusehen? Ich sage meinem Bekanntenkreis, dass dies Zinsen sind. Was sagen Sie dazu?

Antwort:

Wenn Gott etwas verboten hat, obliegt es uns nicht zu erörtern, warum er dieses Verbot aufgestellt hat. Das Einzige, was wir machen müssen, ist, uns diesem Befehl Gottes zu beugen. Wenn also Zinsen verboten wurden, ist dies nicht geschehen, weil Zinsen Unterdrückungsmittel darstellen, sondern weil Gott sie verboten hat. Der Fall, den Sie hier schildern, ist tatsächlich ein Zinsfall, und damit verboten.

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