Der Koran Der Tod Natur

Glaubst du an den Auferstehungstag nach dem Tod?

„Das Schlafen und das Erwachen, das wir tagtäglich erleben, sind in Wirklichkeit nichts anderes als Beispiele für das Sterben und die Auferstehung nach dem Tode.“

Glaubst du an den Auferstehungstag nach dem Tod?

Sicherlich ist es einer der schwierigen Diskussionspunkte im Islam.

Der Koran macht es für uns einfach, indem er uns an den alltäglichen Schlaf erinnert. Wenn der Mensch sich abends zum Schlafen ins Bett legt, verschwindet allmählich das Gefühl der Umgebung, ohne den Übergang vom Wachsein in den Schlaf bewusst zu empfinden.

Dabei geht der Schlafende sozusagen in eine andere Welt über, ohne den genauen Zeitpunkt des Geschehens zu merken.

Im Traum sieht er dann seine eigenen Handlungen an verschiedenen Orten mit Personen, die ihm sowohl bekannt als auch unbekannt sein können.

Dieser verwunderliche Vorgang ergeht einem vergleichsweise auch, wenn man in Narkose versetzt wird. Wenn die Narkose anfängt zu wirken, kann der Mensch ebenfalls seine eigenen alltäglichen Handlungen sehen. Es ist jedoch anzumerken, dass die narkotisierte Person in diese andere Welt geführt wird.

Sie lässt demnach alles auf sich zukommen, ohne die Macht darüber zu haben, etwas zu ändern. Der natürliche Schlaf und die künstliche Narkose ähneln sich in diesem Stadium sehr.

Eine weitere ähnliche Situation, die hier in diesem Zusammenhang erwähnt werden sollte, ist die Ohnmacht.

Alle drei oben erwähnten Situationen sind bekanntermaßen ein möglicher Weg zum letalen Ende, also dem Tode. Diese sind demnach mit dem Anfang des Todes zu vergleichen!

Wenn der Mensch sich in den Schlaf begibt, erlebt er daher jede Nacht die Anfänge des Todes. Wenn nun der Schlafende einige Stunden später erwacht, geschieht dies zumeist, ohne geweckt zu werden.

Die Frage lautet daher, wer ihn eigentlich weckt. Wer setzt in der Wirklichkeit den Aufwachmechanismus beim Menschen in Gang?

Es ist bekannt, dass der normal Schlafende seine Sinneswahrnehmungen wie das Hören, Sehen und auch das Fühlen von Temperaturveränderungen verliert. Auch Menschen, die sich in Narkose befinden und/oder bewusstlos sind, können diese Sinneswahrnehmungen nicht empfinden.

Dennoch besteht natürlich ein gewisser Unterschied. Glücklicherweise ist dieser sonderbare Schlafzustand reversibel, rückgängig zu machen. Schlafende sowie Bewusstlose können demnach schrittweise aufwachen und auch der Narkotisierte wird zurückgerufen, so dass jeder ins normale Gefühlsleben wiederkehrt.

Und doch nicht ALLE! Manche können nicht mehr in das Leben zurückkehren! Warum?

Wenn wir aus einem Tiefschlaf erwachen, wissen wir nicht, warum und wer uns eigentlich geweckt hat. Allerdings erkennen wir unseren wachen Zustand, ohne jedoch verfolgen zu können, wie dies eigentlich geschah.

Der Mensch erlebt hierbei ohne Zweifel die Momente einer Auferstehung immer wieder, wenn er erwacht.

Im heiligen islamischen Buch, dem Koran, sagt ALLAH in Sura az-Zumar, Vers 42:
Allah beruft die Menschen ab, wenn sie sterben, und diejenigen, die (noch) nicht sterben, (vorübergehend) während sie schlafen. Diejenigen, deren Tod er beschlossen hat, hält er dann zurück, während er die anderen auf eine bestimmte Frist (wieder) freigibt. Darin liegen Zeichen für Leute, die nachdenken. 

Hier finden wir eine überzeugende Antwort und Erklärung für alle oben gestellten Fragen. Der oben erwähnte Vers besagt, dass ALLAH Derjenige ist, der dies alles bewerkstelligt: Er versetzt zunächst alle Seelen in den Schlaf (Wafat), also in den oben beschriebenen sonderbaren Zustand.

Anschließend behält Er die Seelen bei sich, die sterben. Die Lebenden schickt er für eine weitere Zeitspanne zurück ins Leben, so dass die betroffenen Personen oder Lebewesen erwachen und von neuem ihre alltäglichen Aufgaben aufnehmen können.

Das Schlafen und das Erwachen, das wir tagtäglich erleben, sind in Wirklichkeit nichts anderes als Beispiele für das Sterben und die Auferstehung nach dem Tode.

Nur diejenigen, die ein bestimmte Ausbildung haben und einen tieferen Einblick in das Geschehen besitzen, können diese Vorgänge verstehen.

Abdulhamid Gehani, İstanbul

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