Finanzinstitute mit Gewinn oder Zins
Islam und Koran > Fatwas > Handel > Islamische Wirtschaft > Zins Datum: 13 Kasım 2009
Hallo, ich bin ein Student und bin in letzter Zeit sehr verwirrt über solche Themengebiete wie Banken und Zinsen. Ein Beispiel: Ist es verboten, von Wertpapiere wie etwa Fonds des Typs B, die man von der Bank für 24 Stunden kaufen und verkaufen kann, oder Staatsanleihen, die man zu bestimmten Zeiten kaufen und verkaufen kann, und Staatsschatzbriefen (Inlandsverschuldung des Staates) Gebrauch zu machen? Ich habe nach der Antwort auf diese Frage sehr lange recherchiert, allerdings konnte ich keine klare, den heutigen Bedingungen entsprechende Antwort finden, da ich keinen großen Unterschied zu Finanzinstituten sehen konnte, die zinsfreie Gewinne einholen und in meisten islamischen Laendern oft vertreten sind. Denn auch diese Finanzinstitute vergeben ihren Kunden Schulden, indem sie diese als Kredite bezeichnen und einen bestimmten Differenzbetrag berechnen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich diesbezüglich informieren könnten.
Staatsanleihen und Staatsschatzbriefe sind verzinste Schuldscheine. Die Einkünfte, die man mit diesen erzielt, sind Zinsen. Islamische Finanzinstitute arbeiten entsprechend ihrer eigenen Systeme. Wenn sie also keine Kredite vergeben, Handel treiben und auf diesem Wege einen Gewinn erzielen, so ist dies erlaubt. Wenn sie hingegen den Weg wählen, über “Schulden” Einkünfte zu erlangen, so besteht kein Unterschied mehr zu den verzinsten Geschäften der Banken.
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Ich habe in einem Buch gelesen, dass die Zinsen, die sich ungewollt auf den Bankkonten ergeben, den Armen zu geben sind.
Auf einem Kalenderblatt stand hingegen, dass es eine größere Sünde sei, etwas jemand anderem zu geben, dessen Konsum einem selbst verboten ist. Ist es erlaubt, die Zinsen zu konsumieren, die sich auf unseren Konten ansammeln; was sollen wir mit diesem Geld machen? Kann jemand, der sich mit Kreditzinsen ein Haus kauft, die Zinsen am Ende der Kreditlaufzeit verwenden, um der Bank seine Restschuld abzubezahlen, wenn er bei derselben Bank Geld anlegt, bis die Laufzeit seines Kredits abläuft? Wenn er sie verwendet, würde er dann zweifach gesündigt haben, da er Zinsen sowohl gegeben als auch genommen haben würde?
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Ein Freund von mir wollte ein Telefon mit einer Ratenzahlung kaufen. In Raten gezahlt kostet das Telefon 450 Euro (in 10 Monaten), bar bezahlt beträgt der Preis 370 Euro. Ich habe ihm folgendes Angebot gemacht: Ich kaufe das Telefon in meinem Namen für 370 Euro und verkaufe es dir dann in Raten von 10 Monaten für 440 Euro. Habe ich hierbei irgendwie bedenklich gehandelt?
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Hallo, ich bin ein Student und bin in letzter Zeit sehr verwirrt über solche Themengebiete wie Banken und Zinsen. Ein Beispiel: Ist es verboten, von Wertpapiere wie etwa Fonds des Typs B, die man von der Bank für 24 Stunden kaufen und verkaufen kann, oder Staatsanleihen, die man zu bestimmten Zeiten kaufen und verkaufen kann, und Staatsschatzbriefen (Inlandsverschuldung des Staates) Gebrauch zu machen? Ich habe nach der Antwort auf diese Frage sehr lange recherchiert, allerdings konnte ich keine klare, den heutigen Bedingungen entsprechende Antwort finden, da ich keinen großen Unterschied zu Finanzinstituten sehen konnte, die zinsfreie Gewinne einholen und in meisten islamischen Laendern oft vertreten sind. Denn auch diese Finanzinstitute vergeben ihren Kunden Schulden, indem sie diese als Kredite bezeichnen und einen bestimmten Differenzbetrag berechnen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich diesbezüglich informieren könnten.
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Wurden Zinsen aus dem Grunde verboten, dass sie Unterdrückungsmittel darstellen, oder wurden sie lediglich als eine Art der Prüfung untersagt? Beispielsweise nehmen die Menschen hier in Europa Kredite von der Bank auf, wenn sie ein Haus kaufen wollen, und zwar natürlich mit Zinsen. Ich möchte Ihnen diesen Fall anhand eines Modells darlegen: Angenommen, Person A hat ein Haus gefunden, das ihm gefällt. Dieses Haus kostet 300.000 Euro. A geht zur Bank, nimmt Schulden in Höhe des Hauspreises auf und lässt sich einen Abzahlungsplan mit einer Laufzeit von 20 Jahren erstellen. Er zahlt die Schulden samt Zinsen in monatlichen Raten von 600 Euro ab. Das gekaufte Haus besteht aus zwei Wohnungen. In einem dieser zwei Wohnungen wohnt ein Mieter, der 600 Euro Miete zahlt. Das heißt also, dass A seine Schuld bei der Bank mit dem Geld abbezahlt, das er vom Mieter einnimmt. 20 Jahre später wird er zum Hauseigentümer, ohne Geld aus eigener Tasche gezahlt zu haben. Und da er bei der Bank verschuldet ist, zahlt er weniger Einkommenssteuern als üblich. Also scheint dieser Mensch, der Schulden aufnimmt, aus jeder Hinsicht im Vorteil zu sein. Ist dieser Fall dennoch als ein Zinsfall anzusehen? Ich sage zu den Menschen hier, dass dies Zinsen sind. Was sagen Sie dazu?
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