Glaubensgrundsätze

Was hat es mit der Teufelssteinigung während der Pilgerfahrt auf sich?

Frage:

Gibt es die Teufelssteinigung eigentlich wirklich? In letzter Zeit behaupten manche Gelehrte im Fernsehen, dass es diese Teufelsteinigung nicht gebe und dass es sich dabei um eine Praxis handle, die erst später entstanden sei. Wie ist dies zu bewerten?

Antwort:

Die Teufelssteinigung ist in den Koranversen festgelegt.
Gott Teala sagt:

Und gedenkt Gottes während einer bestimmten Anzahl von Tagen. Wer sich jedoch in zwei Tagen (mit dem Aufbruch von Mina) beeilt, den trifft keine Sünde, und wer länger bleibt, den trifft keine Sünde; (das gilt) für den, der gottesfürchtig ist. Fürchtet Gott und wisst, dass ihr zu bei Ihm versammelt werdet! (al-Baqara, die Kuh 2/203)

Der Erste Tag des Eid-al-Adha (das Opferfest) ist der Yawm-an-Nahr (Tag des Schlachtens), den zweiten, dritten und vierten Tag nennt man Ayyam-ut-Tashreeq. Am ersten Tag führen die Pilger die Teufelssteinigung und die Schächtung der Opfertiere aus und steigen auf Mekka hinab, um die Kabaa zu umkreisen. Wenn sie nach Mina zurückkehren, ist dieser erste Tag zu Ende und der Ayyam-ut-Tashreeq beginnt. Es bleibt dann für die restlichen drei Tage nur noch der Gottesdienst der Teufelssteinigung. Die Pilger sammeln, wie der Prophet damals, jeden Nachmittag kleine, mittelgroße und große Steine, führen die Teufelssteinigung durch und beenden damit ihre Pilgerfahrt (Haddsch). Der oben angeführte Vers besagt, dass diejenigen, die ihre Pilgerfahrt beendet haben, von ihren Sünden bereinigt werden, sofern sie sich währenddessen nicht sündhaft verhalten haben. Das gilt auch für diejenigen, die Ihre Pilgerpflicht in zwei Tagen beenden. Bei der Teufelssteinigung, d.h. während dem Werfen der Steine, spricht man „Bismillahi Allahu akbar“. Das ist der Dhikr für diese Tage und der Prophet zeigte uns dies mit seinem eigenen Handeln.

 

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