Gebet Glaubensgrundsätze

Was bedeutet Ihram? Was ist der Nachweis dafür, dass der Ihram notwendig ist?

Frage:

Was bedeutet Ihram? Was ist der Nachweis dafür, dass der Ihram notwendig ist?

Antwort:

Jemand, der gerade den Haddsch- oder Umra-Gottesdienst ausführt, kann gewisse Dinge, die er für gewöhnlich tut, während dieser Zeit nicht tun. Der Eintritt in den Zustand, in der diese gewissen Verbote gelten, nennt man Ihram, zu Deutsch „Pilgerweihe“. Da der Gottesdienst nicht ohne diesen Eintritt beginnt, ist der Ihram für den Hadssch und die Umra Pflicht. Das kann man mit der Situation eines Betenden vergleichen, der während seines Gebets auch nicht essen oder sprechen darf. Nachdem das Gebet mit der Niya (Absicht) und dem Takbir, also „Allahu Akbar“, beginnt, gilt das Verbot zu essen und zu sprechen. So spricht man von diesem als Takbir Tahreem, also dem Takbir, der in den Ihram versetzt. Um sich für den Haddsch oder die Umra in den Ihram zu versetzen, muss man ebenfalls die Niya erbringen und die Talbiya sprechen, also  „Labaik Allahumma labaik, labaika laa shariika laka labaik, inna-l hamda wa-ni’mata laka wa-l mulk, laa shariika lak“, sagen. So sagt Gott im folgenden Koranvers:

Wer in diesen Monaten die (Durchführung der) Pilgerfahrt beschlossen hat, der darf keinen Beischlaf ausüben, keinen Frevel begehen und nicht Streit führen während der Pilgerfahrt […] (al-Baqara, die Kuh 2/197)

Den Haddsch-Gottesdienst anzutreten, bedeutet sich in den im Vers angesprochenen Verbotszustand zu versetzen. So darf man dann auch nicht jagen.

Gott Teala sagt:

O die ihr glaubt, tötet nicht das Jagdwild, während ihr im Zustand der Pilgerweihe seid! (al-Ma’ida, Das Mahl 5/95)

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